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Nordrhein-Westfalen legt Entwurf zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes vor

Amir Wagner · Jul 24, 2026

Nordrhein-Westfalen legt Entwurf zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes vor

Blick auf das Landesparlament von Nordrhein-Westfalen mit Fokus auf aktuelle Gesetzgebungsverfahren

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat einen Entwurf zur Novellierung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes (OCG NRW) eingebracht und damit den Weg für ein Lizenzierungsmodell geebnet, das auf dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 basiert; dieser Schritt erfolgte nach der ersten Lesung im Mai 2026 und einer Empfehlung des zuständigen Ausschusses vom 10. Juli 2026.

Hintergründe des Gesetzentwurfs

Der Entwurf trägt der wirtschaftlichen Realität Rechnung, indem er Regelungen für die Lizenzierung von Dienstleistern, die Live-Übertragung händlergeleiteter Spiele sowie die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten einführt, während die regulatorische Aufsicht erhalten bleibt; Beobachter stellen fest, dass diese Anpassungen den Übergang von einem theoretischen Rahmenwerk zu praktikablen Betriebsbedingungen ermöglichen.

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 schuf bereits die bundesweite Grundlage für Online-Casino-Angebote, doch Nordrhein-Westfalen setzt nun mit dem vorliegenden Entwurf konkrete Umsetzungsschritte, die eine Ausschreibung von bis zu fünf Konzessionen vorbereiten; Experten haben festgestellt, dass solche Verfahren private Betreiber einbeziehen und gleichzeitig strenge Kontrollmechanismen beibehalten.

Wesentliche Neuerungen im Detail

Zu den zentralen Punkten gehören Bestimmungen, die Dienstleistern den Zugang zum Lizenzmarkt erleichtern, Live-Übertragungen von Tischspielen mit realen Dealern zulassen und die geteilte Nutzung von Geschäftsräumen regeln; diese Elemente adressieren praktische Herausforderungen, die während der Umsetzung des Staatsvertrags aufgetreten sind, und verbinden sie mit klaren Vorgaben zur Spielersicherheit.

Die Ausschreibungsphase für die Konzessionen soll unmittelbar nach Verabschiedung des Gesetzes beginnen, was laut Angaben der Landesregierung zu einer geordneten Marktentwicklung führen soll; der Entwurf mit der Drucksachennummer MMD18-18505 liegt öffentlich vor und dokumentiert diese Schritte im Detail.

Symbolbild zu regulatorischen Entwicklungen im deutschen Online-Glücksspielmarkt mit Fokus auf NRW

Auswirkungen auf den Markt und die Betreiber

Private Anbieter erhalten durch das Verfahren die Möglichkeit, sich um eine der fünf geplanten Konzessionen zu bewerben, wobei die Vorgaben des Staatsvertrags weiterhin gelten und eine enge Kooperation mit der zuständigen Aufsichtsbehörde vorgesehen ist; Beobachter des Verfahrens weisen darauf hin, dass die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten Kosteneffizienz fördert, ohne die Kontrolle über Werbe- und Spielerschutzmaßnahmen zu lockern.

Die erste Lesung im Mai 2026 und die Ausschussempfehlung vom Juli 2026 markieren den Fortschritt des Gesetzgebungsprozesses, der nun in die abschließenden Beratungen übergeht; Statistiken aus vergleichbaren Verfahren in anderen Bundesländern zeigen, dass solche Ausschreibungen in der Regel innerhalb weniger Monate zu einer Vergabe führen, sobald der gesetzliche Rahmen steht.

Regulatorische Rahmenbedingungen bleiben erhalten

Trotz der wirtschaftlichen Erleichterungen für Betreiber betont der Entwurf die Notwendigkeit einer lückenlosen Überwachung von Spielaktivitäten und Werbemaßnahmen; die Landesregierung verknüpft die neuen Regelungen explizit mit den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021, sodass Spielerschutzmechanismen wie Einzahlungslimits und Selbstsperren unverändert Anwendung finden.

Der Entwurf sieht vor, dass Lizenznehmer sowohl technische als auch organisatorische Standards erfüllen müssen, bevor eine Konzession erteilt wird; dieser Ansatz ermöglicht es, den Markt schrittweise zu öffnen und gleichzeitig illegale Angebote weiter einzuschränken.

Schlussfolgerung

Mit dem vorliegenden Entwurf positioniert sich Nordrhein-Westfalen als Vorreiter bei der praktischen Umsetzung des Online-Casino-Lizenzmodells in Deutschland; die geplante Ausschreibung von bis zu fünf Konzessionen eröffnet private Betreibern neue Handlungsspielräume, während die bestehenden Kontrollstrukturen des Staatsvertrags 2021 erhalten bleiben und die Entwicklungen im Juli 2026 den weiteren Verlauf des Verfahrens bestimmen.